Biogener Brennstoff – Energie aus der Natur, für die Natur
Gepostet von Lukas | Gepostet in Allgemein | Gepostet am 31. Dez 2011
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Der Begriff biogene Brennstoffe, umgangssprachlich auch Biobrennstoffe genannt, umfasst alle Brennstoffe, mit denen Energie gewonnen werden kann und die biologisch-organischer Herkunft sind. Diese rein pflanzliche Brennstoffart enthält chemische Strukturen, die unter Einfluss von Sonnenstrahlung aufgebaut wurden und somit solare Energie beinhalten. Durch das Verbrennen dieser Stoffe wird die gespeicherte Energie freigegeben und kann so genutzt werden.
Biogene Brennstoffe liegen in allen Aggregatzuständen vor. So gibt es biogene Festbrennstoffe, biogene Flüssigbrennstoffe und biogene Brenngase. Die meisten biogenen Festbrennstoffe können ohne großen Aufwand oder Weiterverarbeitung genutzt werden. Dazu gehört zum Beispiel Holz in der Form von Scheitholz. Dieses Holz wird durch forstwirtschaftlichen Anbau gewonnen, dessen Ertrag zum einen Teil in die Holz verarbeitende Industrie geht und zum anderen Teil (der für die Anfertigung von Möbeln etc. nicht verwendbar ist) als Brennholz verkauft wird. Eine weitere Form des biogenen Festbrennstoffs sind die Pellets aus Holz. Diese sind Nebenprodukte der Holzverarbeitung, bestehen aus gepresstem Sägemehl und Restholz und werden meist bei der Wärmegewinnung eingesetzt. Pflanzenöl, Bioethanol und Biodiesel sind Beispiele für biogene Flüssigbrennstoffe. Was ist so toll am Biodiesel? Diese Flüssigbrennstoffe werden meist bei der Energiegewinnung für Fahrzeugmotoren eingesetzt. Pflanzen wie Raps, Sonnenblumen oder Soja liefern die Grundlage für diese Art des Brennstoffs. Diese Pflanzen werden im intensiven Maße landwirtschaftlich angebaut und nach der Ernte weiterverarbeitet. Die Pflanzensamen werden dabei gepresst und durch Extraktion wird dann das Pflanzenöl gewonnen. Biogase werden bei der Strom- und Wärmeerzeugung eingesetzt. Bekannte Biogase sind zum Beispiel Biomethan und andere Faulgase. Diese werden durch die Vergärung organischer Substanzen zum Beispiel auf Mülldeponien, in Klärwerken oder auf Kompostanlagen gewonnen. Werden sie gezielt aufgefangen und gespeichert, können sie nach einer Aufbereitung sogar dem Erdgasnetz zugeführt werden.
Da die Nutzung von biogenen Brennstoffen das Klima schützt und fossile Ressourcen wie Erdöl oder Kohle schont und von ihnen unabhängig macht, wird die Strom- oder Wärmeerzeugung bzw. die Energiegewinnung aus diesen erneuerbaren Energien staatlich gefördert und teilweise sogar gesetzlich durchgesetzt (siehe die Einführung des E10-Kraftstoffes). Private Haushalte bekommen bei Anmeldung einer Biomasse-Anlage Zuschüsse und bei einer Kombination aus zum Beispiel Solar- und Biomasseanlage zusätzliche Boni von bis zu 500 Euro.
Im Jahre 2008 wurden 70 % der in der BRD genutzten erneuerbaren Energien aus biogenen Brennstoffen gewonnen. Das entspricht gut 6,7 % des Gesamtenergiebedarfs des Landes in 2008. Die bis dato gewonnene Bioenergie wird zu 60 % für Wärme, 23 % für Kraftstoffe und 17 % für Strom eingesetzt. Die Tendenz ist stetig steigend und es wird davon ausgegangen, dass im Jahr 2015 fast jeder zehnte Haushalt eine Biomasseanlage betreibt. Über die Amortisationszeit, Kosten und benötigte Größe einer solchen Anlage sowie die staatliche Förderungssumme und deren Voraussetzungen informieren die ortsansässigen Installationsbetriebe oder unabhängige Energieberater.
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